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Pflege 4.0: Leitlinien für den Erwerb digitaler Kompetenzen in Pflegeberufen

Ein Stift wird auf einem Bildschirm geführt

Verbunden mit einer Pressemitteilung stellte der Beirat IT-Weiterbildung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) am 12. Juni 2017 seine erarbeiteten Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und den Erwerb digitaler Kompetenzen in der Pflege vor. Und dies vor dem Hintergrund, dass die knapp drei Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland von 1,1 Millionen Beschäftigten in der stationären und ambulanten Pflege betreut werden, die überwiegend weiblich sind!

Eine der Autorinnen und Autoren ist Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums, die beim Thema Digitalisierung der Pflege für eine bessere Wissensvermittlung plädiert: „Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern haben wir fünf Handlungsfelder definiert. Zunächst geht es um eine Verständigung über die aktuellen Rahmenbedingungen für die Pflege vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Es muss umgehend ein klarer Fokus auf die Stärkung der Aus-, Fort- und Weiterbildung gelegt werden: Hier steht die Vermittlung von Datenschutz und ethischen Fragestellungen, die Intensivierung von Zusammenarbeit und Beteiligung sowie die Verbesserung der Attraktivität der Pflegeberufe im Vordergrund“, erklärt Prof. Barbara Schwarze.

Dies beinhaltet auch den Genderaspekt, der z. B. bei der für den digitalen Kompetenzerwerb in der Weiterbildung eingesetzten Sprache und der genutzten Bilder respektiert wird.

Die Handlungsempfehlungen entstanden auf Initiative der GI und wurden von einer Vielzahl von Expertinnen und Experten aus Pflegepraxis, Wissenschaft, Wohlfahrtsverbänden, IT- und Pflegewirtschaft entwickelt und anlässlich des diesjährigen Digital-Gipfels, der am 12. und 13. Juni 2017 in Ludwigshafen stattfand, am vergangenen Montag veröffentlicht.

Die Pflege 4.0-Leitlinie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.gi.de/pflege40

Zur Pressemitteilung der GI: https://www.gi.de/aktuelles/meldungen/detailansicht/article/pflege-40-leitlinien-fuer-den-erwerb-digitaler-kompetenzen-in-pflegeberufen-veroeffentlicht-1.html

Zum Hintergrund der Leitlinienerstellung:

Anlässlich des Symposiums „Pflege 4.0: Zukunftsszenario zum Weiterbildungsbedarf in der Pflegebranche“ am 5. Mai 2017 in Berlin hat sich der Beitrat IT-Weiterbildung der GI das Ziel gesetzt, den Bedarf hinsichtlich eines Erwerbs digitaler Kompetenzen zu identifizieren und ein Zukunftsszenario für die künftige Weiterbildung von Fachkräften in der Pflegebranche zu entwerfen. Denn die Digitalisierung erfasst alle Lebens- und Arbeitsbereiche, so auch den Gesundheits- und Pflegebereich. Daher die Definition von fünf Handlungsfeldern, die seitens Politik, Wissenschaft und Wirtschaft adressiert werden müssen, um die künftigen Herausforderungen in den Pflegeberufen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der voranschreitenden Digitalisierung zu meistern.

Quelle: Aktuellmeldungs-Internetseite der GI